Schlafen mit ökologischem Gewissen

Naturmatratzen Im Rahmen des allgemeinen Trends „Zurück zur Natur“ gewinnen auch Naturmatratzen immer mehr an Bedeutung. Nur was „Natur“ ist, muss nicht auch gleich „ökologisch“ sein. Zunächst zum Begriff „Naturmatratze“. Für die Herstellung von echten Naturmatratzen dürfen nur nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Dies beginnt bei der Füllung und endet beim Bezug. Füllungen aus Wolle, Rosshaar, Dinkelspelzen oder Hirseschalen in Verbindung mit Naturlatex sorgen für eine körperfreundliche Auflage. Lösungsmittelhaltige Stoffe, seien es nun Klebstoffe oder Farben, dürfen für eine „echte“ Naturmatratze nicht verwendet werden.

Ökologisch ist eine Naturmatratze auch dann, wenn die Rohstoffe zur Herstellung ausschließlich aus nicht monokulturell betriebenen Plantagen stammen, nicht aus Wildwuchs stammen und die Bodenqualität nicht mit künstlicher Düngerung verbessert wird. Eine ökologische Naturmatratze hat also einige Anforderungen zu erfüllen. Von Anbietern werden leider auch Matratzen als Öko-Matratzen deklariert, die damit gar nichts gemein haben. Will man sicher gehen, sollte man auf Prüfsiegel achten, die z.B. von der Zeitschrift „Ökotest“, dem „Qualiätsverband umweltfreundlicher Latexmatratzen e.V.“ - (QUL) - oder dem Umweltinstitut „Eco-Labor“ für tatsächlich ökologisch hergestellte Naturprodukte vergeben werden. Auch „ÖkoControl“ und „Skal“, eine internationale Zertifizierungs- und Kontrollbehöre von Baumwolle aus biologischem Anbau, vergeben derartige Prüfsiegel.

Wie gut lässt es sich auf Natur schlafen?

Zum einen trägt natürlich schon das gute Gefühl zu einem guten Schlaf bei. Die Liegequalität richtet sich bei Naturmatratzen stark nach der Füllung. Dinkel und Hirse in Kombination mit Naturkautschuk wirken entspannend auf Muskulatur und Bandscheiben. Der Liegekomfort ist vielleicht vergleichbar mit dem Gefühl auf weichem Sand zu schlafen. Die Härtegrade werden durch die jeweilige Füllmenge bestimmt, nicht nur bei Dinkel und Hirse, sondern bei allen natürlichen Füllungen.

Naturmatratzen mit Hanf-, Rosshaar- oder Baumwollfüllung, mit Stroh, Kokosfasern oder Torffüllung werden beidseitig gesteppt und erreichen dadurch einen angenehme, aber auch etwas festere Auflagefläche. Vor allem der Liegekomfort für schwerere Menschen wird mit Naturmatratzen um ein Vielfaches erhöht. Einen kleinen Nachteil haben Naturmatratzen allerdings. Sie benötigen etwas mehr Pflege als andere, die sich vor Allem im regelmäßigen Lüften und Wenden ausdrückt.